Wer bin ich und wie ich Bestatter geworden bin?

Dieselbe Frage stellte ich selbst einem Pathologen. Ich fragte ihn: „Wieso und wie bist Du Pathologe geworden?“ Dieser antwortete: „Es stand damals nichts anderes zur Auswahl. Ich habe sonst nichts gefunden!“

Nun, wenn es bei mir auch anders war, finde ich den Einstieg ganz witzig…


Ich könnte Euch jetzt natürlich ein theatralisches Schicksal schildern, oder auch gleich mehrere, eine ausweglose Situation in der ich mich befand und ich mich dazu berufen sah, in diese Branche mit frischem Wind zu blasen.


Nun ja, das mit dem frischen Wind ist durch meine unkonventionellen Ideen keineswegs ein Geheimnis, aber hier endet schon die Illusion eines schicksalshaften Märchens. Denn niemand, auch ich nicht, wacht eines Morgens mit dem Wunsch auf, Bestatter zu werden. So trüb kann das Wetter gar nicht sein. Und auf ein Familienunternehmen kann ich mich auch nicht zurücklehnen.




Ich darf mich vorstellen, mein Name ist

Marijan Martinovic.






Ursprünglich komme ich aus Kroatien. Ich genoss als ein Kind von Flüchtlingen das österreichische Bildungssystem, vom Kindergarten bis zur Lehre. Heute bin ich ein begeisterter Wiener, der sich aber wie ein Deutscher anhört und seine kroatischen Wurzeln nie vergessen wird.


So wie sich die Dinge und Ereignisse manchmal im Leben überschlagen, so landete ich plötzlich als Angestellter bei einem Bestattungsunternehmen, bei dem meine Frau Kristina schon ein Jahr im Büro arbeitete. Nach einer gewissen Zeit wurde es jedoch etwas eintönig nur vom Bürosessel alles zu managen und wir beschlossen damals gemeinsam ein eigenes Bestattungsunternehmen mit dem Namen MEMORIA zu gründen.


Da ich ein sehr nach Perfektionismus strebender Mensch bin, stand für mich fest: entweder ganz oder gar nicht! Also besuchte ich die Bestatterakademie und widmete alle Kraft und Zeit mir das entsprechende Wissen anzueignen. Und das alles neben dem Windelwechseln unseres mittlerweile erstgeborenen Sohnes Noel. Nach der erfolgreichen Prüfung kann ich heute mit Stolz sagen, Wiens jüngster Bestattermeister zu sein.


Ich bin ein sehr positiver Mensch und möchte Dinge verändern, die mir nicht behagen. Darum empfinde ich es als unseriös einen der ältesten Berufe einfach nur so oder gar nebenbei zu machen oder bloß als „todsichere“ Einnahmequelle zu sehen. Wenn ein Eissalon auch Toast anbietet ist es okay, aber wenn ein Bestatter nebenbei Autohändler, Politiker, Fensterputzer etc. ist, dann hat dies einen schalen Beigeschmack. Halt! Tischler! Tischler ist okay, oder? Und Psychologe auch!


Genau darum sehe ich Bestatter zu sein mehr als nur einen Beruf. Es ist dies die Herausforderung, Trauernde auf dem letzten Weg besonders liebevoll zu begleiten. Welche Ideen meine Frau Kristina und ich dafür entwickelt haben, erzähle ich Euch in einem anderen Blog.



Herzlichst,

Eure Bestattung MEMORIA

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